Infiltrationsrate und Sande in Rasentragschichten.

25 Course Manager aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland diskutierten beim Internationalen Treffen der nachhaltigen Greenkeeper vom 17-19.5.2022 in Norddeutschland unter anderem auch über die Infiltrationsrate. Die einstimmige Meinung war, diese sollte mindestens 80 – 100 mm pro Stunde betragen.

Niedrige Infiltrationsraten, verursacht durch zu hohe Anteile Schluff und feinkörniger Sande, sind ein weit verbreitetes Problem von RTS. Die Anhäufung organischen Materials über die Jahre verschärft die Situation zusätzlich.

Häufig beginnt dieses Übel während der Bauphase, wenn aus Unwissenheit oder Kostengründen nur bedingt geeignete Materialien ausgesucht werden. Diese liegen dann oft am Rande oder teilweise außerhalb der Empfehlungen der FLL von 60 mm pro Stunde.

Scheinbar marginale Abweichungen können in der Praxis zu fatalen Problemen führen. Verwitterung, Materialbewegungen im Boden und die Anhäufung organischer Substanz sind die Ursache nachlassender Luft- und Wasserdurchlässigkeit.

Über die Jahre entwickeln sich daraus Verdichtungen, Wasserstau und zuletzt Wurzelrückgang. Filz, Moos, Algen, Black Layer, Regenwurmhaufen, das häufige Auftreten von Krankheiten und Bestände mit hohen Poa Annua Anteilen sind das Resultat.

Schlechte Perkolation bedeutet darüber hinaus auch eine deutlich erhöhte Verweildauer überschüssigen Wassers in der RTS. Kommt es bei hohen Temperaturen zu Wasserstau, fehlt die Möglichkeit Wasser zur Kühlung einzusetzen. Unter diesen Bedingungen werden Pythium und andere Rasenkrankheiten leichtes Spiel haben.

Diese negative Entwicklung lässt sich nur durch konsequente mechanische Bodenbearbeitung entgegenwirken. Regelmäßiges Aerifizieren und Besanden mit hochwertigen und geeigneten Materialien bedeuten fortlaufend zusätzliche Kosten und Spielstörungen.

Nachlässigkeiten zeigen sich oftmals erst nach vielen Jahren an der Oberfläche, obwohl sie im Boden schon oft früh sichtbar sind.

Um unnötige Pflegekosten zu vermeiden, plädiert auch der Arbeitskreis Stomata dafür, die empfohlene Mindestinfiltrationsrate für RTS auf mindestens 80 mm / h, besser 100 mm / h zu erhöhen.

Ergänzung

Mit dem Konstruktionstyp G 3 empfiehlt die FLL einen praxistauglichen und bewährten Aufbau, an dem keine Veränderungen notwendig sind. Nach diesen Vorgaben gebaute Grüns sind auch nach Jahrzehnten noch funktionsfähig und – falls notwendig - sanierbar. Das an sich ist nachhaltig!

Alternative Methoden, z.B. den USGA-Aufbau mit dem „perched water table“, halten wir aufgrund der sehr komplexen Materialanforderungen für nur schwer umsetzbar und zu fehleranfällig.

Stellungnahme der Stomatagruppe

www.stomata.org

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Norbert Lischka -

Der Rasenfuchs

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